• Staatsform: Konstitutionelle Monarchie
  • Ländername: Königreich Thailand
  • Staatsoberhaupt: König Bhumibol Adulyadej
  • Hauptstadt: Bangkok
  • Amtssprache: Thai
  • Einwohnerzahl: 64,70 Millionen
  • Fläche: 513.115 km²
  • Währung: Baht (THB)
  • Religionen: Buddhismus (circa 95%), Islam (circa 4%), Christentum, Hinduismus, Animismus

Geschichte, Geographie und Wirtschaft

Geschichte

Die früheren buddhistischen Königsreiche Sukhothai (ca. 1240-1438) und Ayutthaya (1351-1767) basierten auf Reisanbau und Handel und die große Mehrheit der Bevölkerung bestand aus Leibeigenen und Sklaven. Die Herrscher von Burma und Kambodscha sahen das Königreich jedoch als Bedrohung an – gegenseitige Raubzüge und Plünderungen waren an der Tagesordnung. 1767, nach der Zerstörung der Ayutthayas durch die Burmesen, gründete Feldherr Taskin eine neue Hauptstadt in Thonburi und leitete erfolgreich den Widerstand gegen die Burmesen. Dennoch wurde Taskin später abgesetzt und 1782 sogar hingerichtet. Sein Nachfolger, General Chao Phraya Chakri (Rama I.) wurde neuer König und gründete die noch heute regierende Chakri-Dynastie in Bangkok. Die nachfolgenden Könige aus der Riege des Chakri-Clans nahmen nach und nach umfangreiche Reformen vor und orientierten sich dabei sehr an den westlichen Vorstellungen. Die Sklaverei wurde abgeschafft, die allgemeine Schulpflicht eingeführt und viele Maßnahmen zum Auf-und Ausbau der Infrastruktur vorgenommen. Durch kluge Taktik und durch den Abschluss verschiedener Handelsabkommen und Friedensverträgen mit den USA, Frankreich und Preußen, hatte Thailand es als einziges südostasiatisches Land geschafft, unabhängig zu bleiben. Das 20. Jahrhundert zeichnete sich durch ständige Machtwechsel zwischen Parlamentariern und dem Militär aus. 1932 wurde die absolute Monarchie durch einen Offiziersaufstand abgeschafft und das bis dato genannte Siam wurde 1939 in Thailand umbenannt. Bhumibol Adulyadej Rama IX, der heutige König Thailands, hat sich immer wieder für den Frieden des Landes eingesetzt und fungierte stets als Vermittler zwischen Militärs und demokratischen Kräften. Außerdem ist er das religiöse Oberhaupt der buddhistischen Thais. Ein Großteil der Bevölkerung ist der Meinung, dass der wirtschaftliche Aufschwung und die relativ demokratischen Verhältnisse allein ihm zu verdanken sind. Heute ist Bangkok eines der stärksten Wirtschaftszentren in der Region und immer noch Sitz des Königshauses. Thailand gilt deshalb - trotz aktueller andauernder politischer Krisen- als absolutes Vorzeigeland unter den südostasiatischen Staaten.

Geographie

Thailand grenzt im Westen an Myanmar und den Indischen Ozean, im Süden an Malaysia und den Golf von Thailand, im Osten an Kambodscha und Laos. Die Landschaft wird von mehreren Gebirgszügen geprägt, der Doi Inthanon ist mit seinen 2576 Metern der höchste Berg Thailands. Die Gebirgsketten sind von Flüssen durchschnitten, die südwestlich von Bangkok in den Golf von Thailand münden. 

Wirtschaft

Thailand wurde 2011 von der Weltbank offiziell in die Kategorie der Länder mit „gehobenem mittleren Einkommen“ aufgenommen. Die durchaus erfolgreiche Exportpolitik und die zügige Industrialisierung sorgten in den 90er Jahren für einen enormen Boom und galten weltweit geradezu als Paradebeispiel für eine erfolgreiche Entwicklung. Die Wirtschafts-und Sozialstruktur des Landes wurde dadurch grundlegend verändert, denn der Landwirtschaftssektor macht nur noch etwa 10% vom Bruttoinlandsprodukt aus. Wichtige Industriesektoren sind die Automobil-, Elektro, und Textilindustrie, sowie die Bauwirtschaft. Bei den Dienstleistungen sind die Segmente Tourismus, Telekommunikation und Finanzen vorherrschend. Wichtigste Handelspartner Thailands sind nach China und Japan die USA, gefolgt von Hong Kong und Malaysia.