Charmant und natürlich

Die Provinz Tak mit der gleichnamigen Stadt liegt im nordwestlichsten Zipfel Zentralthailand eingeklemmt zwischen dem Fluss Ping und dem Nachbarland Myanmar. Mit ihrer unberührten Natur, reißenden Flüssen und rauschenden Wasserfällen unterbrochen von tiefen Höhlen, ist Tak ein äußerst beliebtes Fotomotiv. Insbesondere Touristen die sich fernab der ausgetretenen Pfade bewegen und das Land auf seine ganz eigene Weise kennen lernen wollen, lieben die Abgeschiedenheit Taks. Hier erlebt man Thailand noch auf seine ganz ursprüngliche Art und Weise und kann den Geschichten der Einheimischen lauschen. Noch mehr Authentizität geht nicht! Ob Regenwald, raue Berglandschaften, oder bemooste Pfade für jeden Naturliebhaber und Wanderer ist hier das reinste Paradies. Von schwimmen, angeln, golfen und wandern über Fahrradtouren bis hin zu Besuchen von traditionellen Bergstämmen – in Tak kann man alles erleben was das Herz begehrt.

Wann sollte man am besten nach Tak reisen?

Die beste Reisezeit ist zwischen November und Februar, da es in den übrigen Monaten sehr heiß und nass werden kann. In unseren Frühjahrsmonaten wird es in Tak zweitweise weit über 38° heiß. Im Sommer hingegen häufen sich die Tage an denen es regnet und die Temperaturen steigen auf ca. 32°.

Wie komme ich nach Tak?

Sie können auf jegliche erdenkliche Weise nach Tak reisen. Von Bangkok aus fliegen regelmäßig Maschinen nach Mae Sot, dem nächstgelegenen Flughafen. Alternativ können Sie mit dem Bus fahren. Täglich fahren Busse von Bangkok aus über knapp sechs Stunden die 400km nach Tak. Von Chiang Mai aus dauert die Fahrt etwa vier Stunden. Wer etwas mehr Panorama bevorzugt, kann mit dem Zug fahren. Da Tak allerdings keinen eigenen Bahnhof hat, müssen Sie den nächstgelegenen Bahnhof in Phitsanulok anfahren und von da aus mit dem Bus noch einmal drei Stunden Fahrt einplanen. Es gibt auch die Möglichkeit von Bangkok aus einen privaten Transfer zu buchen. Sprechen Sie uns gerne an!

Die Stadt Tak selbst

Die Stadt Tak selbst ist vergleichsweise klein und zählt nur rund 25.000 Einwohner. Tak eignet sich fantastisch als Startpunkt für diverse Ausflüge in umliegende Nationalparks und steht sinnbildlich für thailändisch-myanmarische Gemeinsamkeiten. Es gibt einige lohnenswerte Tempel in der Kleinstadt und eine kleine aber feine Altstadt. Wer sich für die Geschichte der Provinz interessiert kann am Flussufer des Ping die San Lak Mueang besichtigen. Die Statue des König Taksin dem Großen (1734-1782) stammt aus dem Jahre 1947 und ist eine Stätte zur Verehrung der Stadtgeister.

Was gibt es in Tak und Umgebung zu sehen?

Taks Haupteinnahmequelle ist der illegale internationale Handel. Eine der wichtigsten Schmugglerrouten wechselt hier auf thailändische Seite. Die Schmugglerware besteht größtenteils aus wertvollem Teakholz, das in Myanmar geschlagen und dann in großen Lastern über die Grenze kommt. Bei großzügig bemessenen Schmiergeldern übersehen die Zöllner die Transporte überaus gern.

Ein Großteil der Provinz ist bergig und üppig bewaldet, eignet sich dementsprechend sehr gut für die ein oder andere Wandertour. In Ban Tak, etwa 25km flussaufwärts von Tak befindet sich der Wat Phra Borommathat. Der Tempel wurde zu Ehren des König Ramkhamhaeng erbaut, der auf dem Rücken eines Elefanten den König Sam Chon niederrang. Ein sogenannter „chedi“ – eine Mischung aus Tempel und Pagode – ist die Hauptattraktion und wird täglich von vielen Thais aufgesucht. Sie glauben in alter Tradition daran, dass ihnen hier die Lottozahlen der kommenden Woche offenbart werden.

Die Nationalparks Taksin Maharat und Lan Sang sind ebenfalls sehenswert. Hauptattraktion sind der der 30m hohe, neunstufige Nam Tok Mae Ya Pa und ein 50m hoher Flügelfruchtbaum. Ein breit angelegtes Wegenetz führt zu den schönsten Wasserfällen der Umgebung. Unweit der Nationalparks befindet sich der Kheuan Phumpiphon. Der gewaltige Stausee ist sehr beliebt bei Kanufahrern, Schwimm- und Angelfans oder einfach jedem der ein schönes Fleckchen für ein entspanntes Picknick sucht.

Wer möchte, kann sich dann auf den Weg nach Mae Sot machen. Der national bekannte Handelsposten ist über die Jahre zu einem aufstrebenden Touristenziel geworden. Die Atmosphäre hier könnte nicht entspannter sein. Mae Sot bietet eine angenehme Mischung aus vielen traditionellen Kulturn Chinas, Myanmars und Thailands. Kleine Straßencafés laden zum entspannten Kaffee trinken ein, hübsche Märkte verführen zu dem ein oder anderen Kauf eines Souvenirs und gute Restaurants eignen sich perfekt für die kleine Stärkung zwischendurch. In Mae Sot findet übrigens im April eines jeden Jahres die große thailändisch-myanmarische Edelsteinmesse statt. Hier funkeln und glitzern Steine aus beiden Ländern. Im selben Zeitraum findet traditionell auch der Thai-Box-Wettkampf statt. Der Austragungsort wechselt, kann aber bei den fachkundigen Thais erfragt werden. Auf dem Weg nach Mae Sot liegt auch das Doi Muser Hilltribe Cultural Center. Das kleine Forschungs- und Kulturzentrum erläutert wie Kaffee, Tee, Früchte und Blumen traditionell angebaut werden und verkauft die eigenen Produkte auch direkt ab Haus.

Etwa 90km von Tak entfernt erstreckt sich die Region Tambon Tha Sai Luad. Hier finden Sie den Übergang von der thailändischen Seite des Moei Flusses zu der myanmarischen Seite. Die Brücke wird hier als Freundschaftsbrücke zwischen den beiden Ländern angesehen und wird von Einheimischen beider Seiten verehrt. Für Touristen ist die Brücke eine Attraktion der besonderen Art.

Ähnlich beeindruckend ist die Bhumibol-Talsperre im Mae Ping Nationalpark. An diesem Damm staut sich das Wasser des Mae Nam Ping und bildet einen der größten Süßwasser-Seen des Landes. Mit ihren 500 Metern Länge und einer Höhe von 154 Metern stellt der Staudamm ein gewaltiges Hindernis dar. Somit ist nicht nur die Wasserversorgung und ökologisch korrekte Erzeugung von Strom gewährleistet, sondern auch die gesamte Umgebung vor Hochwasser geschützt. Der namensgebende Nationalpark liegt etwa 60km nördlich von Tak.