Hier sind die Affen los

Fernab der sonst üblichen Touristenpfade liegt Lopburi. Während man das kleine Dörfchen bequem zu Fuß erkunden kann, begegnen einem immer wieder Javaneraffen oder Langschwanzmakaken. Die Affen bevölkern die Ruinen des ehemaligen Königreichs, die sich inmitten von modernen Ladenzeilen nahtlos in das Bild von Lopburi einfügen. Die Tempelruinen zeugen von der geschichtlichen Wichtigkeit Lopburis, da in der mehrfach wechselnden Monarchie der zentralen Regionen Thailands fast alle Könige ein Verwaltungszentrum in der mit knapp 20.000 Einwohnern eher kleinen Stadt hatten. Viele Touristen kommen tatsächlich nur wegen der Affen her, was sehr schade ist, da das Städtchen einiges mehr zu bieten hat. Am besten reist man von Ayutthaya an, z.B. auf dem weiteren Weg nach Norden. Busse und Züge fahren in regelmäßigen Abständen nach Lopburi. Für diejenigen, die nur einen kurzen Stopp einlegen wollen oder einen Tagesausflug machen, stehen Schließfächer am Bahnhof bereit, wo Sie Ihr Gepäck deponieren können.

Sehenswürdigkeiten

Neben den Affen und den alten Tempelruinen gibt es in Lopburi noch viel mehr sehenswertes. Der Phra Narai Ratchaniwet ist der alte Königspalast und eine ansehnlicher Mix aus Ruine und Artefaktgalerie. Der Innenhof des ehemaligen Palasts dient heute als eine Art Stadtpark und wird gerne von den Einheimischen Familien und jungen Verliebten besucht. Unmittelbar hinter dem Eingang befindet sich auch der palasteigene Trinkwassersee. Die ehemalige Audienzhalle und die Wohngebäude des Harems beherbergen heute das Lopburi Museum mit einer riesigen Sammlung von Skulpturen der Lopburi-Periode, sowie Kunst diverser traditioneller Bergstämme.

Unweit des ehemaligen Königspalastes steht der Wat Phra Si Ratana Mahathat. Der Tempel wurde durch das Institut für schöne Künste restauriert und ist heute einer der ältesten Tempel der Stadt. Früher war auch ein Kloster Teil des Gebäudes. Einer der hohen Laterit-Türme des Klosters steht bis heute und über das gesamte Geländer verteilt findet man immer wieder kleinere Chedis.

Der Schrein Prang Sam Yot wurde im klassischen Khmer-Stil erbaut und ist der am häufigsten fotografierte Tempel der Stadt. Die berühmten drei Türme symbolisierten ursprünglich die hinduistische Trimurti und enthalten heute die zerstörten Buddhabildnisse im Lopburi-Stil. Den besten Blick auf den Komplex hat man von den obersten Stockwerken des Muang Thong Hotels. Nachts erstrahlt die Anlage in Flutlicht.

Die Türme des Prang Khaek im Khmerstil liegen auf einem dreieckigen Stück Land und stammen aus dem 11. Jahrhundert. Sie waren ursprünglich der Tempel der Hindu-Göttin Shiva und sind heute ein gut besuchter Touristenmagnet.

Die Hauptattraktion Lopburis sind und bleiben aber die Affen. Wenn man den Geschichten der Einheimischen Glauben schenken darf, fahren die Makaken an den Wochenenden gerne mit dem Zug um den ein oder anderen Ausflug zu machen oder demontieren mit großer Sorgfalt Telefon- und Fernsehkabel. Da Thailands Kultur das Töten von Tieren verbietet, können die Affen ungestört ihr Unwesen treiben und sorgen immer wieder für lustige Abenteuer. Trotzdem sollte man nicht vergessen, dass die Tiere wild sind auch wenn sie jegliche Menschenscheu abgelegt haben. Versuchen Sie also nicht die Affen mit Futter zu locken um immer bessere Fotos zu schießen und geben Sie Acht auf Ihre Wertsachen. Die Affen sind zu wahren Langfinger-Experten geworden und vergreifen sich mit Vorliebe an allem was glitzert und teuer ist.

Die geschichtlichen und kulturellen Hintergründe

Lopburi ist eine der ältesten Städte Thailands und stammt vermutlich aus dem 6. Jahrhundert. Früher hieß die Stadt Lavo – „Stadt des Lava“ und war der Grenzknotenpunkt der Khmer. Etwa 7 Jahrhunderte später wurden die Sukhothai im Norden zunehmend stärker und die Khmer mussten die Mach über Lopburi abgeben. Trotzdem konnte der kulturelle Einfluss der Khmer die Regierungszeit der Ayutthaya überdauern und wurde Mitte des 17. Jahrhunderts dann durch König Narai zur zweiten Hauptstadt. Diese Entwicklungen blieben nicht ohne Spuren und können heute noch in Lopburi bestaunt werden.

Tipp: Ganz besonders schön ist die Altstadt mit ihren kleinen Straßenständen. Dort werden neben traditionellen Garküchen auch allerhand Kleinigkeiten wie z.B. Souvenirs angeboten, die definitiv den einen oder anderen Blick wert sind. Vielleicht finden Sie dort ja das perfekte Mitbringsel für Ihre Familien und Freunde.

An- und Weiterreise

Regelmäßig fahren Busse und Bahnen von allen größeren Städten nach Lopburi. Hauptsächlicher Startpunkt ist Aytthaya. Von Bangkok aus braucht ein Bus etwa 2 Stunden bis nach Lopburi und die Fahrt kostet umgerechnet knapp 3€ (120BHT). Wir organisieren Ihnen selbstverständlich gerne einen individuellen Transfer mit oder ohne Guide und in einem klimatisierten Fahrzeug.