Die wichtigsten Sehenswürdigkeiten und alles was man wissen muss

Ayutthaya ist die ehemalige Hauptstadt des Königreiches Siam. Heute ist die Stadt für jeden Kulturinteressierten einer der Höhepunkte Thailands. Geschichtlich gesehen hat Ayutthaya einen durchaus faszinierenden Hintergrund. Durch die völlige Umschließung von Flüssen, ist die Stadt fast wie auf einer Insel gelegen. Das bedeutete früher, dass eine Belagerung der Stadt fast unmöglich war und das Wasser einen perfekten Schutzschild für die Bevölkerung bot. Noch vor der Entstehung des Königreiches war Ayutthaya ein Außenstützpunkt der Khmer. Die vormals wichtigste und mächtigste Metropole Zentralasiens liegt etwa 70km von Bangkok entfernt und eignet sich durch ihre Wasserlage fantastisch für den einen oder anderen Trip mit dem Long Tail Boot. Lassen Sie sich von der einzigartigen natürlichen Schönheit der Stadt inspirieren und erleben Sie die Anpflanzung von Reisfeldern und das Züchten von Garnelen. 

Die ganze Geschichte

Trotz der Wichtigkeit der Sukhothai ist eigentlich Ayutthaya der Punkt an dem Thailands Funke übersprang. Bis die Birmanen die Gegend einnahmen stand das Gebiet über 33 Jahre unter siamesischer Regierung und sowohl die Kultur als auch insbesondere der Handel boomten. Kaufleute aus aller Welt - ob europäisch, asiatisch oder amerikanisch – ließen sich in Ayutthaya nieder und gegen Ende des 17. Jahrhunderts zählte die Stadt rund eine Million Einwohner. Ayutthaya hatte den Status der glanzvollsten Stadt die es je gab, erreicht. Etwa 67 Jahre später kam es zu verheerenden Konflikten mit Birma und die gesamte Stadt wurde von den angreifenden Armeen niedergerissen. Die glanzvollen Schätze der Stadt wurden geplündert und die königlichen Familien entweiht in dem ihre Mitglieder gefangen genommen und versklavt wurden. Die im Aufschwung befindliche Thai-Nation brach einmal mehr entzwei. Erst General Taksin vermochte die Länder zu vereinen und baute nur drei Jahre später eine neue Hauptstadt – ganz in der Nähe des heutigen Bangkoks. Die Eroberung Thailands wurde beendet, sogar ohne einen Satellitenherrscher einzusetzen. Zu dieser Zeit erhielt Ayutthaya den Gnadenstoß und wurde zu einer provinziellen Handelsstadt degradiert. Plünderer trieben ihr Unwesen in der Gegend und die einst wertvollen Monumente vielen in sich zusammen. Mehrere Könige versuchen vergeblich die Tempelruinen zu erhalten und in den 50er Jahren nahm sich sogar das Ministerium der schönen Künste Ayutthayas misslicher Lage an. Trotzdem stieg der Stern der Stadt erst 41 Jahre später wieder empor als Ayutthaya zum UNESCO Weltkulturerbe erklärt wurde.

Heute ist die Stadt beinahe ganzjährig gut gefüllt mit kulturinteressierten Touristen und Fahrradfahrern. Busse bringen die Touristen scharenweise zu den alten Tempelruinen und trotzdem hat Ayutthaya seinen historischen Charme erhalten und ist erstaunlicherweise nicht zum touristisch überlaufenen Reiseziel geworden. Das Umland wird mehr und mehr industriell und die Landwirtschaft verschwindet, sodass dem Besucher durch die aufstrebende Infrastruktur mehr und mehr geboten wird.

Auf nach Ayutthaya

Durch seine geringfügige Entfernung zu Thailands Hauptstadt lässt sich Ayutthaya am Besten von Bangkok aus erreichen. Somit ist die historische Stadt nicht nur ein guter Startpunkt für Ihre Rundreise durch Thailand, sondern bietet auch allen die es weniger bunt mögen, eine tolle Alternative zu einem Aufenthalt in Bangkok.

 Wer stilecht und getreu der Lage Ayuttayas anreisen möchte, meistert die Überfahrt mit einer der zu Restaurants umgebauten Reisdschunken. Sie erhalten die Chance die einzigartige Umgebung und Natur zu beobachten und erleben dabei auch die traditionsreichste Art Thailands zu Reisen. Gerne stellen wir Ihnen eine dazu passende Flusskreuzfahrt zusammen.

Die Anfahrt mit dem Bus kostet umgerechnet etwa 3€ und ist die günstigste Alternative um nach Ayutthaya zu reisen. Die Fahrt dauert je nach Wetter und Verkehrslage ca. 1,5 Stunden.

Ähnlich günstig ist die Anreise mit der Bahn. Die kulturell und historisch bedeutungsvollen „Northern Line“ und „North Eastern Line“ Züge brauchen ebenfalls etwa 1,5 Stunden und bieten viele fantastische Panorama – Überblicke.

Wer möchte kann alternativ mit dem Taxi oder einem privat Wagen anreisen. Eine Fahrt kostet rund 30€ und ist damit deutlich teurer als die alternativen Optionen, dafür aber bequemer und günstiger. Sie sollten dabei allerdings unbedingt darauf achten, vorher einen Festpreis zu vereinbaren, sonst könnten die Preise empfindlich steigen.

Wir organisieren Ihnen auf Ihrer Reise gerne einen privaten Transfer mit eigenem Guide, sodass Sie ganz bequem und entspannt anreisen können, ohne sich um solche Dinge Gedanken machen zu müssen. Wenn gewünscht können selbstverständlich auch Zwischenstopps eingeplant werden.

Was man in Ayutthaya gesehen haben muss

Trotz der weitreichenden Zerstörungen durch die birmanischen Armeen, hat Ayutthaya auch heute noch einige Sehenswürdigkeiten wie Tempel und andere teils religiöse Denkmäler zu bieten. Die folgenden Sehenswürdigkeiten sollten Sie auf Ihrer Reise unbedingt gesehen haben. Alle dieser Stätten liegen zwischen den Flüssen im gesamten Gebiet rund um Ayutthaya und können innerhalb von 2 – 3 Tagen besichtigt werden.

In Ayutthaya stehen einige der interessantesten Tempel Thailands. Der am meisten auf Fotos festgehaltene ist der Wat Phra Si Sanphet. Durch seine drei aufgereihten, glockenförmigen Chedis bietet der Tempel einen tollen Anblick und verkörpert die Architektur Ayutthayas auf einzigartige Art und Weise. Der Komplex stammt aus dem 14. Jahrhundert und wurde ursprünglich für zeremonielle Zwecke der königlichen Familie genutzt.

Der Wat Phra Mahathat gilt als Zentrum der heiligen Stadt. Er wurde während der Regierungszeit des König Borom Rachathirat I. erbaut. Durch den von Wurzelgeflechten eines Baumes umschlossenen Kopf des Buddhas wird dieser Tempel stark von Gläubigen frequentiert. Der Verbund der Natur mit einer heiligen Erscheinung ist für den Buddhismus etwas ganz Besonderes und lockt viele Thais an. In der Mitte des Tempels steht ein leider recht baufälliger Turm im Stil der Khmer. Rundherum stehen besser erhaltene Chedis.

Der so genannte Königspalast Wang Luang wurde im Auftrag des König Borom Matrailokanat erbaut. Trotz der beinahe vollständigen Zerstörung kann man immer noch viele kleine hübsche Ecken entdecken, die auf eine Menge Detailverliebtheit und raffinierte Erbauungs-Strategien schließen lassen.

Etwas weiter westlich liegt der Wat Thammikarat. Wegen seines etwas abseits gelegenen Standortes, wird der Tempel nicht so häufig von Touristen aufgesucht. Hier kann man wunderbar zwischen den Ruinen sitzen, picknicken und die Seele baumeln lassen. Ein interessantes Detail ist der mittig gelegene Chedi, welcher von Singha-Statuen – so genannte Löwen-Wächter – umgeben ist.

Gegenüber des Wat Phra Mahathat befindet sich der Wat Ratburana. Er wurde zu Beginn des 15. Jahrhunderts erbaut um die Asche der Brüder von König König Borom Rachathirat II. zu bewahren. Diese hatten sich im Kampf um den Thron gegenseitig getötet. Das Erbauen von Tempeln zu Ehren eines verstorbenen Königs statt für den neuen Regierenden war übrigens an der Tagesordnung.

Typisch für die Entwicklung von Monumenten in Ayutthaya ist die Entstehungsgeschichte des Wat Phra Ram. Über viele hundert Jahre wurde der Bau des Tempels mehreren Königen zugeschrieben. Überlieferten Legenden zufolge wurde hier der Begründer Ayutthayas, König U Throng feuerbestattet. Ebenfalls sehenswert ist der Wihaan Mongkhon Bophit. Von außen eher uninteressant birgt er innen drin einen tollen Kontrast aus moderner und neuer Tempelarchitektur. Hier steht auch die berühmte vergoldete Bronzestatue Buddhas die aus dem 15. Jahrhundert stammt und Augen aus echtem Perlmutt besitzt. Für diejenigen, die darüber hinaus auch an Sammlungen und Artefakten aus dieser kulturhistorisch bedeutungsvollen Zeit interessiert sind, sind auch das Chao Sam Phraya Nationalmuseum und das Chantharakasem Nationalmuseum empfehlenswert. Das Chao Sam Phraya Nationalmuseum beherbergt die wenigen nach den Plünderungen der Grabstätten noch verbliebenen Goldschätze aus den königlichen Gräbern. Außerdem gibt es eine Ausstellung buddhistischer Skulpturen, einige davon im typischen Ayutthaya – Stil. Das wichtigste ist jedoch das Teakhaus am westlichen Rand des Geländes – hier gilt: auf keinen Fall verpassen!

Das Chantharakasem Nationalmuseum stellt eine Reihe von Kunstwerken und heiligen Überbleibseln aus Ayutthaya aus. Das Museum befindet sich innerhalb des ehemaligen Palastes von König Naresuan. Eine Vielzahl der Ausstellungsräume sind mit vielerlei verschiedenen Buddha-Figuren ausgestattet, allen voran der mächtige stehende Buddha. Besonders interessant sind allerhand Fundstücke und eine beachtlich große Bibliothek, die Ihnen viel Wissenswertes über Ayutthaya mitteilen können. Tipp: Das Gebäude der Bibliothek zeichnet sich durch viele architektonisch clevere Ideen und Umsetzungen aus, die insbesondere im Ayutthaya Historical Study Center zur Geltung kommen.

Das alltägliche Leben

Immer wieder werden Sie auf Ihrem Weg durch die Stadt das typische Bild Ayutthayas entdecken. Klassische Tempel, Chedis und Buddhastatuen, das typische Röhren der TukTuk’s auf den Straßen, abendliche Lichtspektakel und exotische Nachtmärkte. Lassen Sie sich landestypische Gerichte schmecken und den Duft von frischem Obst und buntem Gemüse um die Nase wehen. Übrigens kann man in Ayutthaya auch nachts ganz gut feiern gehen. Viele Bars mit Live-Musik und alkoholischen Getränken laden zum tanzen ein und ermöglichen ein schnelles, ungezwungenes Kennenlernen mit anderen Reisenden und auch Einheimischen.